Ausbildung in der Pfadi

Ausbildung in der Pfadi

Die Ausbildung und die Betreuung sind zwei wichtige Säulen der Pfadibewegung Schweiz (PBS). Beides hat grossen Einfluss auf die Qualität der Pfadiarbeit und die Sicherheit der Aktivitäten.

Für Pfadigründer Robert Baden-Powell (Bi-Pi) war es nach dem ersten Pfadilager vor 115 Jahren klar, dass die Ausbildung der Leitenden sehr wichtig ist. 1919 fasste er seine Erfahrungen und Erkenntnisse im Buch «Aids to Scoutmastership» zusammen. Im Vorwort schrieb er: «Pfadfinden ist keine verworrene und schwierige Wissenschaft, eher – ins richtige Licht gestellt – ein fröhliches Spiel, das zugleich erzieherisch wirkt…» Viele Grundsätze im Ausbildungskonzept von Bi-Pi waren für die damalige Zeit progressiv und in den Schulen (abgesehen von den Montessori-Schulen) ganz unbekannt, so z. B. «etwas lernen, indem man es macht.» Die Ausbildungsstrukturen entwickelten sich seither in den einzelnen Ländern unterschiedlich, so auch in der Schweiz im Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbund. Hier gab es bis 1971 in jedem Bund je sechs Kursangebote.

Jugend+Sport (J+S) gab Auftrieb

Seit Beginn von J+S im Jahre 1972 beteiligten sich die Pfadibünde aktiv bei diesem Förderungsangebot des Bundes. Die Pfadileiterinnen- und Pfadileiter-Ausbildung wurde zum Teil mit der J+S-Ausbildung kombiniert, eine vollständige Integration der beiden Ausbildungen gelang zuerst noch nicht. Auch die unterschiedlichen Kurskonzepte des Mädchen- und Bubenbundes erleichterten die Ausbildungssituation nicht. 1980 trat ein neues gemeinsames Pfadi-Ausbildungsmodell in Kraft. Das Kursangebot wurde erweitert, die J+S-Inhalte wurden vollständig integriert, alle Kurse erhielten neue Namen und Inhalte. Die gemeinsame Ausbildung der Pfadfinderinnen und Pfadfinder förderte die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis, was 1987 zur Fusion der beiden Verbände und zur Gründung der Pfadibewegung Schweiz führte. Im Grundsatz gilt dieses Konzept noch heute. Einen einzigen Kurs gibt es seit über hundert Jahren in allen Pfadiverbänden: In Wood- badge- oder Gilwell-Kursen setzen sich die Teilnehmenden mit den Zielen, Werten und Methoden der Pfadibewegung auseinander. Dies geschieht meist in einer Seminarphase. Darauf aufbauend werden eigene Projekte entwickelt, die Impulse für die Arbeit im jeweiligen Verband geben sollen. Der erste Woodbadgekurs wurde 1919 im englischen Gilwell-Park durchgeführt.

Lagersport und Trekking

Die PBS war 1997 Pilotverband bei Einführung von «J+S 2000», der grundsätzlichen Neugestaltung von J+S. Die beiden «Pfadi-Sportfächer» Lagersport und W+G (Wandern und Geländesport) wurden zum neuen J+S-Sportfach «Lagersport / Trekking» vereinigt. Seither wurde die Ausbildungsstruktur Im Pfadibund immer differenzierter und bewusst sind längst nicht alle Kurse mit J+S kombiniert. Die 27 Kursarten umfassen folgende Bereiche: Vorbasiskurse für 14- bis 16-Jährige, Grundkurse für Leitende, Einführungskurse für die Stufenmethodik, Spezialisierungen (Technik, J+S-Module Fortbildung und im Sicherheitsbereich sowie Voilà-Gesundheitsförderung). Für die folgenden Kurse ist der vorgängige Besuch des Panoramakurses erforderlich: J+S-Ausbildung für die Kursleitung und Betreuung, Coach-, Expertinnen- und Experten-Kurse und Verbandskurse (Abteilungsleitungs-, Spektrum- und Gilwellkurs).

Falkensteinerinnen und Falkensteiner in Kursleitungen

Die Abteilungsleitung von Falkenstein strebt an, dass möglichst alle Leitenden Ausbildungskurse besuchen. Gerade für Lehrlinge ist dies zeitlich oft eine besondere Herausforderung, da sie auch noch die Sommerlager leiten. Für eine grosse Abteilung ist es wichtig, dass auf allen Ebenen immer wieder erfahrene Leitende mit der erforderlichen Ausbildung in Kursleitungen mitwirken, denn nur so kann das vielfältige Angebot für Ausbildung und Weiterbildung umgesetzt werden.

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