Spiel und Spass auf dem Bauernhof

Spiel und Spass auf dem Bauernhof

Auf fast drei Kilometern durchs Maislabyrinth wandeln: Möglich macht's die Steinhof- Bauernfamilie. «Dieses Jahr erwarten wir rund 13'000 Besucherinnen und Besucher», sagt Landwirt Jonas Ruprecht.

Ruprecht betreibt den Steinhof sowie das Labyrinth zusammen mit Bruder Aaron und den beiden Ehefrauen Sandra und Anja. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist das Areal nun fast drei statt zwei Fussballfelder gross. Und unmittelbar vor dem Feld spendet heuer ein grosses Zeltdach Schatten sowie Schutz vor der Witterung – auch an eine kleine Zeltbühne haben die Bauern gedacht.

Vielseitiges Angebot
Ein Besuch lohnt sich auch wegen dem «Steinhof Pintli»: An den heis-
sen Sommertagen finden Restaurantbesucher kühles Wasser, Bier und Drinks – auf der Speisekarte wählen Hungrige zwischen Käsebrägel, Chnobli-Brot oder Pizza aus. Wie letztes Jahr gibt es zudem die Übernachtungsmöglichkeit im Labyrinth: An reiner Luft und unter dem sanften Licht der Sterne können Fans des Outdoor-Übernachtens im Maisbett schlafen – das Angebot gibt es für zwei Personen sowie für Familien. Wer lieber auf Geisterjagd geht, kann dies am
16. September machen: Dann sind im Mais die Geister unterwegs und wer sich in den Irrgarten wagt, weiss nie so genau, wo er auf einen dieser gfürchigen Zeitgenossen trifft. Und während des ganzen Betriebs gibt es für die Gäste zudem eine Säuli-Suche: Eines von Ihnen ist ausgebüxt und befindet sich im Maislabyrinth – wer den Namen herausfindet, erhält ein kleines Andenken.

Vielseitige Landwirtschaft
Im Labyrinth versteckte das Ruprecht-Team zudem fünf Informationstafeln, die über Schweizer Bauernhöfe informieren: «Mit den Informationen wollen wir den Menschen die Vielfalt der Landwirtschaft in der Schweiz vermitteln», sagt Ruprecht. Die Schöpfer des faszinierenden Irrgartens präsentieren etwa einen Berg- oder Weinbetrieb sowie einen Spezialkulturen-Bauernhof. Besucherinnen und Besucher können dieses Jahr neu die Kantonsgrenzen Berns ablaufen, diese säte das Steinhof-Team im Massstab 1:865 ins Feld. «Dieser Weg ist durchgehend und kann ohne langes vor und zurück abgelaufen werden», so der Steinhof-Bauer.

Für die Ruprechts ist ihr Projekt die ideale Gelegenheit, um mit den Gästen in Kontakt zu kommen und sich über die Leistungen der Schweizer Landwirtschaft auszutauschen: «Wir geben uns jeden Tag Mühe, gute Produkte wie Milch oder Kartoffeln herzustellen.» Doch die dafür notwendigen Anstrengungen blieben der Öffentlichkeit mehrheitlich verborgen, auch Reaktionen seien selten. Dies sei beim Betrieb des Mais-Irrgartens anders: «Hier bekommen wir viel positives Feedback.»

Beweis dafür ist auch eine Anekdote, die Ruprecht zu erzählen weiss: «Manche Familien gingen zwei oder dreimal ins Feld, dazwischen nahmen sie eine Stärkung. Ich fragte sie, ob sie einen Plan zu Hilfe nehmen wollen, doch sie lehnten es ab und stiegen wieder ins Labyrinth.» In der Region selbst werde das Projekt gut aufgenommen, zahlreiche Unternehmen aus der Region unterstützten den Maisgarten mit Sponsorbeiträgen.

Vielseitige Aufgaben
Mit dem aussergewöhnlichen Maisfeld stemmen die beiden Bauernfamilien mit viel Herzblut ein unternehmerisches Projekt: «Ich habe keine Ahnung, wie viele Stunden wir investiert haben», sagt Ruprecht. Neben den Einsätzen während der Öffnungszeiten kommt das Planen der Arbeitseinsätze hinzu, was die eine oder andere Nachtschicht bedeutet. Das ganze Labyrinth-Team besteht aus rund 25 Mitarbeitern, darunter Verwandte und Bekannte aber auch Schüler und Studenten. Bei der diesjährigen Erstellung konnte das Bauernhof-Team auf die Erfahrungen des letzten Jahres zurückgreifen. Mittlerweile seien die Abläufe besser bekannt und Ruprecht hofft, dass sich dies für die Gäste positiv auswirkt.

Zusammen mit ihren Frauen bilden Jonas und Aaron ein eingespieltes Team. «Manchmal diskutieren wir, wie wir eine Aufgabe angehen wollen», so Ruprecht. Doch meistens wisse jeder, was er oder sie zu tun habe. Gilt das auch für die vier respektive sechs Jahre alten Kinder von Jonas und Sandra Ruprecht? «Die beiden haben natürlich eine Riesenfreude – aber zu sagen, dass sie helfen, wäre ein bisschen übertrieben», sagt Ruprecht.

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