Von unten nach oben

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Der Bergsteiger, Läufer und Skitourengeher Ruedi Horber hat nach den Könizer «Seven Summits» ein neues Projekt umgesetzt. Es führte ihn vom tiefsten zum höchsten Punkt.

Kürzlich stellte der Walliser Louis Gruber einen neuen Rekord vom tiefsten zum höchsten Punkt der Schweiz auf: Von Brissago, 197 m, bis auf die Dufourspitze, 4633 m, in 16 Stunden, 3 Minuten und 26 Sekunden. Warum nicht das gleiche Projekt in der Gemeinde Köniz zu Fuss umsetzen, bloss etwas einfacher? Die Route ist schnell gefunden, KI sei Dank. Vom Aareufer beim Schönausteg, 502 m, bis zum Ulmizberg auf 938 m. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen. «Ich entscheide mich nicht für die schnellste urbane Route über das Steinhölzli und Schliern, sondern für eine etwas längere, aber schönere Strecke», sagt Ruedi Horber.
Am 25. September ist es so weit. Start kurz vor 10 Uhr am Aareufer an der Gemeindegrenze bei schönstem Herbstwetter. Zuerst zur Talstation der Gurtenbahn, dann über den steilen Fussweg bis zum Ende der Treppe bei der Mittelstation Grünenboden. Nun folgt der leicht abfallende Wanderweg bis oberhalb der Blinzern, immer über Wiesen oder im Wald. Durch den Friedhof ins Köniztäli hinunter. Dann wird es etwas komplizierter, aber über einige Umwege erreicht man kurz nach Mittag den Ulmizberg. «Ich kann es nicht lassen, noch rasch die 68 Stufen und die 13,5 Höhenmeter auf die Aussichtsplattform des 95 m hohen Ulmizturmes hochzusteigen», so der Sportler. Kurzer Blick auf die Uhr: 10,3 km, 670 Höhenmeter, gut 2 ¼ Stunden. Es zeigt sich einmal mehr, dass man mit wenig Geld, Zeit und CO2-Ausstoss in der nächsten Umgebung originelle Projekte verwirklichen kann, sofern man mit offenen Augen und Neugier durchs Leben geht.

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