Bedeutung der Pfadiheime

Bedeutung der Pfadiheime

Die Konferenz Berner Pfadiheime (KBPH) wurde 1995 von der Pfadi Kanton Bern gegründet, um die Pfadihäuser zu unterstützten,ohne sich in die ganz unterschiedlich organisierten lokalen Trägerorganisationen einzumischen.

«Das beste Mittel gegen eine schlechte Umgebung ist natürlich ihr Ersatz durch eine gute. Dies wird am besten im Pfadfinderheim und im Lager erreicht. Unter Heim verstehe ich nicht ein zu diesem Zweck überlassenes grosses Schulzimmer, sondern einen Ort, an dem sich die Jugendlichen so richtig wohlfühlen, einen Ort, an dem sie unter sich sein können. …» Das schrieb Pfadigründer Robert Baden-Powell 1912 in seinem Buch «Aids to Scoutmastership». Zur Bedeutung der Pfadiheime erklärte er, diese seien der «Schlüssel zum Erfolg der Pfadibewegung». Nach der Gründung lokaler Pfadiabteilungen waren diese stets bestrebt, ein eigenes Haus nutzen und verwalten zu können. Aus den unterschiedlichsten Gründen wurde es jedoch immer aufwändiger, die Heime zu finanzieren, zu unterhalten und zu betreiben. Deshalb wurden für die Verwaltung der Pfadihäuser Heimvereine, Genossenschaften oder Stiftungen gegründet, in denen meistens aktive oder ehemalige Pfadileitende ehrenamtlich mitwirken und die Verantwortung übernehmen. In der Regel funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den aktiven Pfadi in den Abteilungen und den Heimträgerorganisationen sehr gut.

Konferenz Berner Pfadiheime (KBPH)

Die KBPH ist ein 1995 geschaffenes Organ der Pfadi Kanton Bern (PKB), das für alle Belange der Berner Pfadiheime zuständig ist. Die KBPH vertritt die Interessen der Heimträger innerhalb des Kantonalverbandes und nach aussen, so gegenüber dem Lotteriefonds und dem beco (Berner Wirtschaft) bezüglich der obligatorischen Tourismusabgabe. 1996 wurde die PKB als 32. Genossenschafterin in die Lotteriegenossenschaft SEVA aufgenommen. Seither können Anschaffungen, planbare Unterhalts- und Renovationsarbeiten dank der SEVA vom Fonds Berner Pfadiheime subventioniert werden. Leider beschloss der Grosse Rat 2003 die Auflösung der SEVA. Seither lebt die KBPH weitgehend vom «Tafelsilber» und kann nur noch sehr bescheidene Beiträge an die Heimträger ausrichten.

91 Berner Pfadiheime

Die KBPH umfasst aktuell 45 Heimträgerorganisationen mit insgesamt 91 Pfadiheimen. Sechs dieser Heimträger sind für vier oder mehr Heime verantwortlich. Das Internationale Pfadfinderinnenzentrum «Our Chalet» in Adelboden und das Internationale Pfadfinderzentrum Kandersteg (KISC) haben einen besonderen Status innerhalb der KBPH. Die Berner Pfadiheime sind ein bedeutendes «dezentrales KUSPO» (Kurs-, Sport- und Ausbildungszentrum) sowie ein dezentrales Jugend- und Freizeithaus mit rund 270 Aufenthalts- und 190 Schlafräumen. Jährlich gibt es über 88’000 Übernachtungen in Berner Pfadiheimen, das heisst im Schnitt mindestens 240 pro Nacht. Dabei sind die Belegungen durch die lokalen Pfadi nicht eingerechnet.

KBPH-Leitung tagte in Köniz

Ihre Septembersitzung verband die KBPH mit einer Besichtigung der Könizer Pfadiheime, wo es in letzter Zeit einige bauliche Veränderungen gab. Zudem interessierte die Leitungspersonen der KBPH, wie die Heimverwaltung ehrenamtlich alles mit der grossen abteilungsinternen Heimbenützung und den jährlich rund 120 Vermietungen (davon rund 100 Lager und Weekends) sowie einem Umschwung von 14’051m² bewältigt. Zwei der Leitungspersonen waren noch nie in den Könizer Pfadiheimen.Sie staunten nicht schlecht, und einer von ihnen bemerkte: «Typisch Pfadi!» Beim gemeinsamen Nachtessen im Restaurant Schloss Köniz wurde auch darüber gesprochen.

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