Weniger an die Adresse der BLS. Denn so gut Projektleiter Peter Bobak ihren Teil des Verkehrsknotenpunkts Kleinwabern erklärt, so sehr gilt: «Das Projekt hat das eidgenössische Parlament bestellt», sagt Daniel Wyder, Mitglied der Geschäftsleitung der BLS. Sein Unternehmen setzt um, was vor gut 20 Jahren angedacht worden war. Ein Bahnhof, der auf die Tramendstation und Busstationen trifft, verbunden mit Velo- und Fusswegen. «Kleinwabern wird besser erschlossen, andere Haltestellen werden entlastet», sagt der Könizer Gemeinderat Dominic Amacher (FDP). Doch so sehr man sich bemüht, Immissionen klein zu halten, wenig Land zu vergeuden, offen miteinander zu kommunizieren und Rücksicht zu nehmen, so sehr bleiben Fragen offen, welche die Anwohnenden stellen. Wer garantiert, dass der Privatweg nicht als Abkürzung zum Bahnhof benutzt wird? Niemand. Wieso wird der Bahnhof nicht ein wenig weiter weg von den Anwohnenden gebaut, damit die Probleme ausbleiben? Die heutigen Verantwortlichen können das nicht beantworten. Die Entscheidung hat man in einer Zeit getroffen, in der die ganze «Balsiger-Matte» hätte überbaut werden sollen. Heute weiss man: So weit wird es noch lange nicht kommen. Doch der Bahnhof kommt. Ob er nun gut frequentiert sein wird oder nicht. Die BLS versucht, das Beste daraus zu machen, dessen wird man sich an diesem Abend im Wohn- und Pflegezentrum Grünau bewusst. Aber eben auch, dass sich bei vielen die Freude ein wenig in Grenzen hält.