Die Funde liefern bedeutende Erkenntnisse zur frühmittelalterlichen Besiedlung des Wangentals. Es verhärtet sich die Vermutung, dass seit der römischen Epoche fortwährend Menschen in Niederwangen lebten und die Geschichte des Ortes gar bis in die Bronzezeit zurückreichen könnte. Gesichert sind die Siedlungen aus dem Frühmittelalter, dank der Ausgrabungen. In Niederwangen lagen Wohngebiete, Werkbereiche und Begräbnisstätten. Diese Kombination macht die Funde besonders bedeutend. Einige der Toten trugen reichverzierte Gürtelschnallen, eine typische Mode der damaligen Zeit. Ein aus dem Hochmittelalter stammender Kalkbrennofen lässt vermuten, dass sich die Siedlung verlagert hatte und daraus das Dorf Niederwangen entstand. Die Entdeckung solcher Dorfstrukturen aus dem Frühmittelalter ist selten und schliesst viele noch offene
Lücken.
Die Publikation dieser Funde ist hauptsächlich von Christiane Kissling verfasst und heisst «Niederwangen im 1. Jahrtausend. Römerzeitliche und mittelalterliche Siedlungsreste und Bestattungen». Sie umfasst 251 Seiten und 184 Abbildungen. Wer sich die Publikation aneignen möchte, kann dies für 35 Franken über folgende ISBN-Nummer machen: 978-3-9526152-3-2.