Im besten Fall befinden sich Igel zurzeit in den letzten Zügen ihres Winterschlafs oder sind gerade dabei, langsam wieder aktiv zu werden. Ihre Körper liefen monatelang auf Sparflamme, der Herzschlag war stark verlangsamt, die Energiereserven knapp bemessen. Auch wenn sonnige Tage bereits Frühlingsgefühle auslösen, ist das Nahrungsangebot der Igel noch immer begrenzt. Diese Übergangszeit ist nun entscheidend und kann lebensgefährlich werden. Denn oft genügt bereits der erste warme Tag und wir beginnen mit Gartenaktivitäten. Laub wird entfernt, Beete werden freigelegt, Hecken geschnitten. Dieser scheinbar harmlose Start in die Gartensaison bedeutet für Igel Stress und Gefahr. Werden sie aufgescheucht, verbrauchen sie wertvolle Energie. Früh erwachte Igel sind geschwächt, orientierungslos und besonders verletzlich. Sie finden noch nicht ausreichend Nahrung, und sichere Verstecke sind plötzlich verschwunden. Auf der Suche nach Futter oder einem neuen Unterschlupf sind sie häufiger unterwegs – auch tagsüber und über weitere Strecken. Dabei stellt der Strassenverkehr eine zusätzliche, oft tödliche Gefahr für die Tiere dar. Es gilt: Wer aufmerksam und angepasst fährt und Laub- und Asthaufen im Garten nicht direkt wegräumt, kann Leben retten. Werden jetzt bereits Igel gesichtet, lohnt sich ein genauer Blick. Sind sie tagsüber unterwegs, ist das immer ein Warnsignal – besonders, wenn sie zusätzlich geschwächt oder orientierungslos wirken. In solchen Fällen sollte man sich umgehend an die Helpline von pro Igel wenden (0800 070 080, täglich von 16 – 20 Uhr).
Wie Generationenwohnen gelingen kann
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