Gas weg – Fernwärme her

Gas weg – Fernwärme her

Ab dem Jahr 2041 fliesst kein Gas mehr durch Köniz. Die Gemeinde Köniz erteilt dem Energieversorger ewb (Energie Wasser Bern) den Auftrag zum Ausstieg aus der fossilen Gasversorgung.

Das gelingt natürlich nur, wenn genügend Wärmeverbünde als Alternative zur Verfügung stehen. Am 1. Juli hat der Gemeinderat deshalb eine Strategie gutgeheissen, die den Plan dazu ebnet.  Eine Massnahme daraus ist die gebietsweise Stilllegung. 2041 sollen Wabern, Spiegel und Niederwangen den Anfang machen.

Diese Gasstrategie orientiert sich am Klimaschutzreglement der Gemeinde mit dem Ziel, Netto-Null bis 2045 für die Gemeinde zu erreichen. Dieser Schritt leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, denn ein grosser Teil der CO2-Emissionen wird von Öl- und Gasheizungen verursacht. Köniz und die ewb haben gemeinsam Leitplanken zur Umsetzung gesetzt. Geplant sind der Ausbau von erneuerbaren Wärmelösungen sowie der Ersatz der verbleibenden Gasmenge durch erneuerbares Gas. Die ewb kann in Wabern 5000 Haushalte dank des Bruchwassers beim Pumpwerk Schönau mit Wärme versorgen. In Niederwangen wird das Gebiet mit Wärme aus der Kehrichtverbrennung Forsthaus beliefert. Weitere Projekte sollen folgen.

Die Liegenschaftsbesitzer werden mindestens 15 Jahre im Voraus schriftlich informiert, ob ihr Hausanschluss von der Stilllegung betroffen sein wird. Der exakte Zeitpunkt der Deaktivierung des Gasanschlusses wird drei Jahre im Voraus mitgeteilt. Hilfe für Betroffene bietet die Energieberatung Bern-Mittelland oder die Impulsberatung «erneuerbar heizen». Die Beratungen sind bei beiden Angeboten kostenlos.

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