Was gibt es Schöneres, als mit anderen Pfadis das Sommerlager (SoLa) zu erleben? Die Antwort der Pfadi ist einfach: Nichts. Auch die Pfadibewegung begann vor 119 Jahren mit einem Lager auf der Insel Brownsea (GB). Die Grundidee der Pfadilager ist seit über hundert Jahren dieselbe, auch wenn sie sich stets den Bedürfnissen der Jugendlichen und der Zeit angepasst haben. Noch heute gelten die Lager als Höhepunkte im Pfadijahr. Die Aktivitäten werden jeweils in ein Lagerthema eingekleidet. Diese lauteten dieses Jahr bei den Wölfen «Schneewittchen und die sieben Zwerge» und «Forschende auf Zeitreise», bei den Pfadis hingegen «Zirkus auf Weltreise», «Revolution» und «Reporter/-innen».
Hitze und Feuerverbot
Beides war in den Medien in diesem Sommer ein grosses Thema. Rückblickend kann festgestellt werden, dass dem in allen Lagern erfreulich innovativ begegnet werden konnte. Die Leitenden konnten dabei auf Erfahrungen aus dem Bundeslager 2022 im Goms, wo es ähnliche Situationen zu bewältigen gab: Wegen des Feuerverbotes mussten damals kurzfristig Gaskocher angeschafft werden, die nun auch in diesem Sommer zum Einsatz kamen. Einzig die Kochwettbewerbe mussten ohne Feuer durchgeführt werden, ebenso die Singsongs ohne Lagerfeuer. Die Hitze forderte die Leitenden heraus, sodass das Programm angepasst werden musste. Wichtig war vor allem, die Jugendlichen regelmässig ans Trinken und Eincremen zu erinnern. Einige Teilnehmende benötigten mehr Pausen und hatten abends Mühe mit dem Einschlafen. Nennenswerte Unfälle und grössere Probleme gab es in keinem Wolfs- und Pfadilager. Die Abteilungsleitung dankt den Leitenden für ihr grosses Engagement und die Bewältigung der zusätzlichen Herausforderungen im wohl heissesten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
CoRa-Lager in Korsika
Die Sommerlager der Falkensteiner CoRa, der Stufe der 16-Jährigen, haben auf dieser Mittelmeerinsel eine lange Tradition: Das erste fand 1986 statt, das diesjährige war das 35. Korsika-Lager. 20 Jugendliche und fünf Leitpersonen waren dabei. Insgesamt legten sie mit den Fahrrädern über 230 Kilometer und viele Höhenmeter zurück. Aufgrund der Hitze mussten sie langsamer fahren und bereits frühmorgens starten. Wie bei allen bisherigen CoRa-SoLa war die alte Brücke in Asco der Ort für die Gruppenfotos. Besonders gefiel den Jugendlichen, dass man von den Klippen ins Wasser springen konnte. Es gab jedoch auch Probleme, die gelöst werden mussten, unter anderem rund um die Fahrräder, die in diesem Lager unverzichtbar sind. Ein Velo war bereits bei der Ankunft in Bastia stark beschädigt, und kein Mechaniker konnte es reparieren. Glücklicherweise konnte in Île-Rousse ein Fahrrad gemietet werden. Zudem wurde ein Velo gestohlen, das dank eines AirTags und der Polizei wiedergefunden wurde. Diese Probleme konnten die vielen positiven Korsika-Erlebnisse jedoch nicht schmälern: Die CoRas sind stark zusammengewachsen. Das ist sehr wichtig, denn viele von ihnen werden in nächster Zeit Leitungsaufgaben bei Falkenstein übernehmen.