Kolumne: Attraktive Gemeinde?

Kolumne: Attraktive Gemeinde?

Jeden Monat berichtet in dieser neuen Kolumne eine in der Politik tätige Person aus dem Sensebezirk. Diesmal schreibt Markus Mauron, Gemeindeammann aus Tafers.

Mit der Vereidigung vom 25. April endete die erste Legislatur der fusionierten Gemeinde Tafers. Die damaligen Gemeinden Alterswil, St. Antoni und Tafers haben mit der Fusion einen mutigen, zukunftsweisenden Schritt gewagt. Doch was erwartet man sich von einer Fusion? Mehr Kandidierende für den Gemeinderat? Tiefere Kosten dank Synergien? Verbesserte Dienstleistungen, moderne Infrastruktur und damit eine höhere Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort? Zumindest in Tafers hat sich die Hoffnung auf tiefere Kosten rasch relativiert. Der Ruf nach einheitlichen Dienstleistungen in allen drei Ortschaften wurde laut. Und mit «einheitlich» war selbstverständlich nicht eine Reduktion, sondern eine Angleichung nach oben gemeint. Wer eins und eins zusammenzählen kann, erkennt: Mehr Leistungen führen nicht zu tieferen Kosten.
Bleibt die Frage nach der Attraktivität. Sie beginnt bei der Gemeinde als attraktive Arbeitgeberin. Nur wer interessante Aufgaben, gute Anstellungsbedingungen und zeitgemässe Infrastruktur bietet, kann qualifizierte Mitarbeitende gewinnen und halten.Leider gibt es in Tafers noch immer viele, die Sparen als oberstes und nahezu einziges Ziel betrachten. Investitionen möglichst zu vermeiden und Dienstleistungen auf ein Minimum zu beschränken, hat aber nichts mit einer attraktiven und zukunftsorientierten Gemeinde zu tun. Das bedeutet nicht, dass sorglos mit Geld umgegangen werden darf. Im Gegenteil: Jede Ausgabe ist kritisch zu prüfen, Doppelspurigkeiten sind zu vermeiden, und wo immer möglich, sind bessere Konditionen auszuhandeln. Nur so entsteht der finanzielle Spielraum, um gezielt in wichtige Projekte und eine leistungsfähige Infrastruktur zu investieren. Genau dies hat der Gemeinderat in den vergangenen fünf Jahren getan. Lediglich in einem Jahr resultierte ein Verlust von 189’000 Franken; über die gesamte Legislatur konnte ein Überschuss von 7,5 Mio. Franken erwirtschaftet werden. Ganz falsch kann dieser Weg also nicht gewesen sein. Mit der neuen Legislatur beginnt nun auch die Ära des Generalrats in Tafers. Ich wünsche mir ein zukunftsorientiertes, mutiges und visionäres Gremium, das die Weiterentwicklung unserer Gemeinde aktiv vorantreibt und ihre Attraktivität nachhaltig stärkt.

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