Und keiner hat es gemerkt. Der erfahrene Politiker und ehemalige Gemeinderat von Köniz wollte nicht etwa eine Geschlechterdebatte vom Zaun brechen, sondern vielmehr aufzeigen, wie viele Politikerinnen und Politiker vor den Wahlen auf den Zug aufspringen, im Wissen darum, dass solcherlei Fragen es schnell einmal bis in die nationalen Gefilde der Medienwelt schaffen. «Quod erat demonstrandum (was zu beweisen war).» Brönnimann selbst kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Auch auf die Medienschweiz wirft die Anfrage kein allzu gutes Licht. Wo die digitalen Medien blind, schnell und fraglos veröffentlicht haben, sind die grösseren Titel aber ebenfalls auf den Ironiezug aufgesprungen. «Und nur ein Titel hat bei mir nachgefragt», verrät Brönnimann. Alle anderen haben einfach kopiert, dupliziert und kommentiert. «Natürlich nicht die konstruktive Könizer Zeitung | Der Sensetaler», sagt er. Das Berner Wappentier hat ja bekanntlich ein dickes Fell um das auszuhalten. Das einzige was der Politiker wollte ist aufzuzeigen, wie schnell die Symbiose Politik und Medien ins Kochen kommt. Bei vielen Menschen ist aber auch das Gefühl enstanden: «Haben die in Bern denn nichts Besseres zu tun?» Doch, haben sie und tun sie auch. Thomas Brönnimann hat einfach für einen kurzen Moment für einen Schmunzler sorgen wollen. «Realsatire» nennt er das.
Wie Generationenwohnen gelingen kann
Er gehört zu den Urgesteinen der Könizer Politik. Der ehemalige Parlamentarier Christian Roth hat sich…