2024 hat das Parlament zu seinem stärksten Mittel gegriffen: eine Initiative. Sie fordert eine externe Finanzkontrolle. Nun hat der Gemeinderat ein Reglement hierfür erlassen. Doch der Vizepräsident der Finanzkommission (FiKo), Roland Akeret (GLP), beklagt sich, dass die Gemeinde sie ungenügend involviert habe. «Uns fehlen Unterlagen», meint er. Gemeindepräsidentin Tanja Bauer (SP) zeigt sich über diese Haltung überrascht: «Wir wussten nicht, was fehlt, da können wir auch nichts nachliefern.» Doch die «Vorlage, wie sie da ist, bringt nicht den erwünschten Mehrwert», stellt etwa David Müller (Grüne) fest. «Was hier vorliegt, weicht vom eigentlichen Auftrag ab», moniert Beat Michael Roth (SVP). Deshalb verlangen gewisse Parteien eine Rückweisung. Die SP sieht das anders. «Es gibt ja schon eine externe Stelle, die Revision. Wir schaffen nur zusätzliche Komplexität», meint Géraldine Mercedes Boesch (SP). Die FDP zeichnet ein ähnliches Bild. «Es braucht keinen Verwaltungsausbau, der wieder Junge bekommt, sprich neue Angestellte», betont Ronald Sonderegger (FDP). Die von der Mitte-Fraktion geforderte Rückweisung erhält ein hauchdünnes Ja mit 20 zu 19 Stimmen. Der Gemeinderat muss nochmals über die Bücher. Ob der VAR-Schiedsrichter im Fussball (Videobeweis) einen Mehrwert bringt, wird in etwa genauso kontrovers diskutiert wie in Köniz die Notwendigkeit einer externen Finanzkontrolle. Wie viele Schiedsrichter brauchen die Finanzen?