Im Jahr 1972 erklärte die Leitung des Konservatoriums Bern, dass die über 250 Schülerinnen und Schüler aus Köniz aus Platznot nicht mehr unterrichtet werden können. Damit regte sie die Eröffnung einer Musikschule in Köniz an. Am 22. Juni 1974 wurde der Verein Musikschule gegründet. Zwei Jahre später durfte die Musikschule Köniz, unter der Leitung von Agnes Fischer, ihre Tore öffnen. Das Ziel dieser Eröffnung war unter anderem, «die Musik als wertvolle Lebensäusserung einzusetzen». Zu Beginn wurden musikalische Früherziehung, Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Violine, Kunstgitarre, Klavier und vereinzelt Altflöte und Cello angeboten. Im Laufe der Jahre hat sich das geändert. Christian Schütz, aktueller Schulleiter, erklärt, dass sich das Angebot stark verändert habe und dank wachsender Schülerzahlen verschiedene Ensemble- und Orchesterangebote bestünden. Bei einigen Instrumenten gebe es grössere Schwankungen bei den Schülerzahlen, andere wie Klavier oder Gitarre seien konstant oder sogar wachsend. Die Zahl der Musikschülerinnen und -schüler hat in den letzten Jahren, wie überall, abgenommen. Es sei ein schönes Geburtstagsgeschenk, dass sich dieses Jahr wieder mehr Menschen für Musik interessierten, erzählt Schütz. Er freue sich auf das bevorstehende Jubiläumsfest am 27. Juni mit viel Musik und darauf, dass das Schloss «in ganzer Vielfalt gezeigt wird». Das ganze Jahr über wird es Musik und Kultur im Rahmen des Jubiläums zu geniessen geben. So wird gefeiert, dass «die musikalische Bildung heute wie dazumal gut verankert ist und eine breite Unterstützung erhält».