Einmal mehr eine weniger

Einmal mehr eine weniger

Die fortlaufende Schliessung von Postfilialen schweizweit macht auch vor der Gemeinde Köniz nicht Halt. Jüngstes Beispiel ist jene im Liebefeld. Die Gemeinde hat daraufhin das Gespräch mit der Post geführt – mit Erfolg. Künftig werden Postdienstleistungen in der Voi-Filiale am Neuhausplatz möglich sein.

«Immerhin», können sich die rund 6500 Einwohnerinnen und Einwohner in Liebefeld sagen. Ab Mitte September öffnet die neue Voi-Filiale, in der Postgeschäfte künftig getätigt werden können. Und zwar von 7.30 bis 19 Uhr sowie auch samstags. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Post ein gänzlich anderes Bild zeichnet als jenes der Bevölkerung. «Die Digitalisierung macht auch vor Postfilialen nicht Halt», begründet die Post die Schliessung. Ein Argument für Rückgänge, das zweifellos stimmen mag, doch auf der anderen Seite hat die Post einen Volksauftrag zu erfüllen und tut dies kaum noch in dem Umfang, wie es angedacht wäre. Genau gleich wie die bargeldlose Bezahlung sind auch die Schliessungen der Post vor allen Dingen für die ältere Bevölkerung eine zu hohe Hürde. Sie werden einmal mehr von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen. Handlungsbedarf wäre da, doch wo sind die Politikerinnen und Politiker, welche dies an die Hand nehmen? Die Gemeinde Köniz hat eingewirkt und wenigstens mit dem Voi eine Alternativlösung finden können. Doch auf Postseite heisst es trotzdem – einmal mehr eine weniger.

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