Staatsrat Didier Castella (FDP) wendet sich in seiner Rede zu Beginn des Anlasses mit deutlichen Worten an die Anwesenden: «Sie werden bald einen Marathon antreten.» Er bezieht dies auf die vielen Erwartungen in der Gesellschaft: Strassen, Krippenplätze, Wohnungen – aber auch tiefere Steuern, dies bei höheren Subventionen. «Wir werden Lösungen finden müssen und für einen Teil der Bevölkerung wird es immer falsch sein», gibt er zu Bedenken. Doch man könne dies nutzen, um widerstandsfähigere Ideen zu entwickeln. Als ehemaliger Gemeinderat müsse er aber sagen: «Ihr Mandat ist das Schönste.» Nationalrätin Christine Buillard-Marbach (Die Mitte) schlägt in dieselbe Kerbe. Flankiert von den Gardisten und den «Kränzlitöchtern» Flavia und Mara, die in ihren Trachten der grossen Hitze trotzen müssen, ruft sie in Erinnerung: «Die alte Legislatur fing während der Pandemie an, da war noch keine Rede von Krieg in Europa.» Heute gäbe es viele Unsicherheiten. «Sie müssen sich auf Ihre Werte stützen und dabei gemeinsame Lösungen suchen.» Es sei wichtig, nah bei den Leuten zu sein. Trotz aller Herausforderungen: «Das Mandat einer Gemeinderätin, eines Gemeinderats, ist einfach das Schönste.» Oberamtmann Manfred Raemy betont die Wichtigkeit des Kollegialitätsprinzips. Schliesslich schwören oder versprechen die Anwesenden unter den Fahnen ihrer Gemeinden den Eid, bevor der Anlass bei einem Apéro einen stimmungsvollen Ausklang findet.