Nach der Enttäuschung der Dialog?

Nach der Enttäuschung der Dialog?

Knapp zwei Jahre nach dem Brand des Turnerspychers wünscht sich der Turnverein mehr Unterstützung. Derweil bekundet die Gemeinde ihren Willen, Projekte anzugehen.

In der Nacht auf den 2. August 2024 zerstörte ein Feuer den 500-jährigen Speicher an der Herzwilstrasse und damit den Treffpunkt des Turnvereins Oberwangen. «Es trifft uns schwer», sagt Co-Präsident Dominik Wüthrich. Die anfängliche Euphorie für einen Wiederaufbau wurde bald gedämpft: Den zuständigen Behörden waren aufgrund der rechtlichen Lage die Hände gebunden. Nun geht es darum, Rückbau und Landverkauf schnellstmöglich abzuwickeln. Zuerst habe die Gemeinde ihre Unterstützung zugesichert, erzählt er. Doch auf konkrete Anfragen habe der Verein teilweise erst nach mehreren Monaten eine Antwort erhalten – oder überhaupt keine. Dabei gäbe es auf der Schulanlage Juch viel anzugehen. Wüthrich zählt einige Punkte auf: eine defekte Sprintanlage im Freien, Probleme bei der Flutlichtanlage, rutschige Hallenböden oder eine marode Kugelstossanlage. «Ich verstehe, dass solche Sachen lange dauern», sagt er, «aber wir sind enttäuscht, dass die Gemeinde nicht aktiver kommuniziert.» Gemeinderat Thomas Marti zeigt Verständnis für die Kritik. Auf Anfrage dieser Redaktion räumt er ein, dass die Kommunikation nicht optimal verlaufen sei: «Das ist unser Fehler.» Die geplante Umstellung auf LED sei ein Grund für die Verzögerung und die Tartanbahn werde vom Modulbau tangiert. «Man wollte verhindern, dass man die Sache zweimal in die Hand nimmt.» Dennoch versteht er den Frust des TV und hat inzwischen Kontakt aufgenommen. Gemeinsam mit Kollegin Dominique Bühler wolle er schauen, was machbar sei.

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