Seit etwa drei Jahren ist für die Dorfgemeinschaft jedoch fraglich, wie lange der Markt noch überleben kann. Weniger Besuchende bedeuten weniger Stände – der Märit gerät in eine Negativspirale. Auch Grossanlässe trugen dazu bei. Melina Pavan vom OK erklärt: «Entweder wir lassen es so sein, wie es ist, und diese junge Tradition stirbt nach nur 39 Jahren wieder aus, oder wir ändern etwas und bringen neuen Schwung herein.» Für Pavan ist klar, dass nur der zweite Weg infrage kommt. Sie ist im Wangental aufgewachsen und verkaufte schon als Kindergartenkind Selbstgebasteltes am Wangenmärit. «Für mich gehört dieser Markt einfach dazu.» Das Märit-Komitee hat sich zusammengesetzt und Ideen gesammelt. Ein neuer Slogan und ein neues Logo wurden entwickelt, die Webseite neugestaltet und die Werbung verstärkt. Unter dem Slogan «Wangenmärit – wo me lädelet, gniesst und zämechunnt» soll der Markt wieder mehr Personen anziehen. Die unterschiedlichsten Menschen sollen hierherkommen, ausstellen, einkaufen und den Tag gemeinsam geniessen. In diesem Jahr umrandet den Märit zudem ein neues Rahmenprogramm mit Line Dance Workshop, musikalischen Attraktionen und Comedy. «Jeder sollte wissen, dass dieser Märit einen Besuch wert ist», sagt Pavan. Erfreulich sei, dass aktuell so viele Stände angemeldet seien wie seit Langem nicht mehr. «Wir wollen uns dieser schnelllebigen Zeit anpassen und gleichzeitig die schöne Tradition wahren, bei der Menschen sich begegnen und Geselligkeit erleben können.»