PfiLa – SoLa – AuLa

PfiLa – SoLa – AuLa

Die Lager sind die Highlights der Pfadi. Nach den Pfingstlagern (PfiLa) laufen nun die Vorbereitungen für die Sommerlager (SoLa) auf Hochtouren. Für 2027 ist ein ganz besonderes Falkensteiner Lager geplant, ein Abteilungslager im Ausland (AuLa).

Die Pios wollten dieses Jahr ein Lager über Auffahrt durchführen und vier Lagertage im Freien im Raum des Bielersees mit den Velos verbringen. Aufgrund des schlechten Wetters mussten sie das Programm kurzfristig ändern. Sie spielten «Catch me if you can»: Eine Gruppe musste mit der Libero-Tageskarte fliehen und zu bestimmten Zeiten ihren Standort per Foto übermitteln. Die Verfolgergruppe versuchte, sie zu finden. Die weiteren drei Lagertage fanden im Cora-Heim in der Büschigrube mit unterschiedlichsten Aktivitäten statt.

Pfingst- und Sommerlager 2026

Die fünf Wolfsmeuten erlebten Pfingsten in Gasel, Oberbalm und Neuenegg bei idealem ­Wetter. Sie übernachteten in Bauernhäusern. Die Aktivitäten waren in die Themen «Das wilde Pack», «Ritter:innen» und «­Ninja» eingekleidet. Die fünf Pfadi-Einheiten fuhren mit den Velos zu den Lagerorten in Uettligen, Zimmerwald und Amsoldingen, wo sie auch die Unterkunft in Bauernhäusern hatten. Die Lagerthemen lauteten «Promihotel», «Vampire» und «Re­generationscamp».

Die Falkensteiner Wölfe haben ihr SoLa in zwei Lagerhäusern in Sörenberg und in Erlach. Die Pfadi schlägt die Zelte in Burg-dorf, auf dem Mont Vully und bei Murten auf. Wie seit vielen Jahren sind die Pios auch diesen Sommer mit Velos auf der Insel Korsika unterwegs. Sie werden die jahrzehntelange Falkensteiner Tradition fortsetzen, zu viele ehemalige Pios schwärmen davon. Sie werden mit der Fähre von Savona nach Bastia auf Korsika übersetzen und sind dann zehn Tage mit den Velos im Norden der Insel unterwegs.

Besondere Pfadilager

Es gibt ganz unterschiedliche Lagerformen, im kleineren Rahmen von einer oder zwei Einheiten, mit der ganzen Abteilung (die letzten Falkensteiner Abteilungs-SoLa fanden 2010 und 2019 statt) oder mit dem ganzen Kanton (Kala 2014 am Bielersee). Die Falkensteiner Pfadi war seit ihrer Gründung an allen sechs Bundeslagern (BuLa) dabei. Während in «Grosslagern» die Kontakte zu anderen Pfadi im Mittelpunkt sind und gemeinsame Programmteile mit viel Aufwand organisiert werden, stehen in anderen Lagern die Gruppe sowie die Verwirklichung der eigenen Projekte im Zentrum. Alle vier Jahre findet zudem ein Weltpfadfinderlager (Jamboree) statt. 1963 nahmen erstmals Falkensteiner an einem Jamboree teil, seither immer wieder. Ein ganzer Könizer Jamtrupp war 1975 nach einer Gastfreundschaftswoche in Finnland im Nordjamb in Norwegen. Ebenfalls 1995 nahm ein ganzer Falkensteiner Trupp am Jamboree in Flevoland (NL) teil. Das nächste Weltpfadilager findet 1927 in Danzig (Polen) statt. Allerdings können an Jamborees neben den Leitenden nur Pfadis im Alter von 14 bis 18 Jahren teilnehmen.

AuLa 27

Für den Sommer 2027 plant Falkenstein erstmals ein Auslandslager mit der ganzen Abteilung (ohne die Biber) in Hopehill Scoutsite (England). Die Reise erfolgt mit dem Car. In mancher Hinsicht bedeutet dies für das Projektteam eine ganz besondere Herausforderung. Das AuLa findet genau 120 Jahre nach dem ersten Pfadilager statt. Robert Baden-Powell (von den Pfadi «Bi-Pi» genannt) wollte sich durch einen praktischen Versuch von der Richtigkeit seiner Ideen für die Jugenderziehung überzeugen. Deshalb organisierte er 1907 ein «Probelager» auf der Insel Brownsea, zu dem er 21 Buben aus verschiedenen Gesellschaftsschichten für ein mehrtägiges Zeltlager zusammenrief. Am 31. Juli ruderte er mit ihnen auf die Insel. An diesem Abend fand das erste Lagerfeuer statt. Mit einem kräftigen Stoss in sein Horn eröffnete Bi-Pi am folgenden Morgen das erste Pfadilager. Seit jenem Tag wird der 1. August als Geburtstag der Pfadibewegung gefeiert. Brownsea Island kann innerhalb von zwei Stunden umwandert werden. Ein Gedenkstein erinnert an das erste Pfadilager von 1907. Die Insel steht heute unter Naturschutz.

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