Positives Fazit für mobile Kunstrasenfelder

Positives Fazit für mobile Kunstrasenfelder

Nach den Frühlingsferien wurden die mobilen Kunstrasenfelder in der Lerbermatt und in Niederscherli wieder eingerollt, um im Oktober an gleicher Stelle wieder ausgerollt zu werden. Im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert Gemeinderätin Dominique Bühler (Grüne), Sinn und Zweck dieser Kunstrasenfelder, für die ihre Direktion verantwortlich ist.

Dominique Bühler, wie haben sich die mobilen Kunstrasenfelder bewährt?
Sie haben sich allein schon dadurch bewährt, dass sie nicht verfüllt sind mit umweltschädlichem Granulat, das mit der Zeit ins Grundwasser abzusickern droht. Die mobilen Kunstrasen wurden ausgerollt, um abzuklären, ob seitens der sporttreibenden Bevölkerung ein Bedürfnis besteht. Heute können wir rückblickend bestätigen, dass sie an beiden Standorten von November 2025 bis April 2026 rege genutzt wurden – auch bei Regen und Schnee. Die beteiligten Vereine konnten so in den Wintermonaten die wetterbedingten Ausfälle auffangen, die bei Naturrasen immer wieder vorkommen.

Wie kann die «Legacy Women’s Euro» den Frauenfussball nachhaltig fördern?
Ich war im Grossen Rat dabei, als im Sommer 2024 die Projekte der «Legacy Women’s Euro» vorgestellt und der kantonale Unterstützungskredit von 1,17 Mio. Franken mit grossem Mehr gutgeheissen wurde. An den EM-Spielen im Wankdorf war ich vom Schweizer Frauenteam ebenso beeindruckt wie von der grossartigen und friedlichen Stimmung im und rund ums Stadion. Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass die Frauenfussball-EM bei vielen Mädchen die Begeisterung fürs Fussballspielen wecken wird. Für diese Mädchen braucht es nun zusätzliche Sportplätze und Turnhallen mit geeigneten Garderoben und Duschen. Ebenso wichtig ist die Ausbildung von qualifizierten Trainerinnen und Trainern, welche die Übungseinheiten der Frauenteams und die Schnuppertrainings von interessierten Mädchen leiten.

Wie ist Köniz in Sachen Infrastruktur für den Breitensport aufgestellt?
Das war früher besser. In den 1960er-Jahren war es zu einem eigentlichen Boom gekommen, in dessen Verlauf grosszügige Sportanlagen entstanden sind – beispielsweise die 1968/69 erbaute Doppelturnhalle in Niederwangen. Dies übrigens zu einem Zeitpunkt, als die Einwohnerzahl in der Gemeinde deutlich tiefer lag als heute. Doch es folgte eine Epoche, in der relativ wenig in neue Sportbauten investiert wurde. So geschehen 2015 im Ried, als das Parlament auf Antrag des Gemeinderates auf den Bau der geplanten Doppelturnhalle verzichtete. Heute ist es ein Fakt, dass wir für den Breitensport zu wenig Turnhallen und Sportplätze haben. Trotz der Weissenstein-Halle, deren Benutzung wir hälftig mit der Stadt Bern teilen, stösst Köniz nun an seine Kapazitätsgrenzen.

Ist der Mädchen- und Frauenfussball in Köniz auf gutem Weg?
Es freut mich sehr, dass der Frauen- und Mädchenfussball in Köniz am Wachsen ist. Als gutes Beispiel dazu dient das «Frauenteam Schwarzwasser», eine erfolgreiche sportliche Kooperation zwischen den Vereinen FC Sternenberg, FC Schwarzenburg und SC Thörishaus. Die gemeindeübergreifende Gruppierung hat sich in der Region als wichtiger Pfeiler für den Frauen- und Mädchenfussball in Köniz etabliert und leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung des Nachwuchses.

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