Wie ist es zur Dropa Gurten Apotheke Drogerie gekommen?
Eva-Maria Franz: «Nach meiner langjährigen Tätigkeit als Co-Leiterin der Bahnhof-Apotheke Bern und der Arbeit bei medinform in Zürich habe ich 2018 die Gurten Apotheke an der Seftigenstrasse 219 übernommen. 2023 wurde ich von der Inhaberfamilie Habegger angefragt, ob ich ihre Drogerie im Zentrum Wabern übernehmen möchte. Dadurch ergab sich die Chance, die beiden Betriebe an einem Standort zusammenzuführen. Nach dem Umbau der Dropa Drogerie bei laufendem Betrieb im Frühling 2025 wurde im Mai 2025 die neue Dropa Gurten Apotheke Drogerie eröffnet.»
Inwiefern hat sich der Umbau bewährt?
«Wir sind nun mit dem Rollstuhl oder Rollator hindernisfrei erreichbar und verfügen über ein breites Produktsortiment, ein Labor sowie zwei Räume für Kundenberatungen. Wir bieten wie bisher in der Gurten Apotheke unsere Dienstleistungen wie Impfungen, Laboranalysen, Blutdruckmessungen, Ohruntersuchungen, vertiefte Triagen sowie dermatologische Abklärungen an. Unsere Kundschaft profitiert von grosszügigen Platzverhältnissen und ruhigem Ambiente. Bewährt hat sich auch der Einbau der Roboterin Rowa im Untergeschoss, die unser Sortiment zuverlässig und platzsparend einlagert und innert Sekunden an die Verkaufstheken der Apotheke ausgibt.»
Welches waren zu Beginn die grössten Herausforderungen?
«Zum einen galt es, in den Räumlichkeiten der Dropa Drogerie neuen Platz zu schaffen für alle rezeptpflichtigen Medikamente der Apotheke. Hierzu wurde im Parkhaus-Untergeschoss ein neuer Raum gebaut, in dem unser Sortiment von über 6000 Medikamenten-Packungen gelagert wird. Zum anderen war es wichtig, die verschiedenen Berufsgruppen aufeinander abzustimmen. In unserem Team arbeiten Apothekerinnen, die ein fünfjähriges Pharmazie-Studium und Weiterbildungen mitbringen, Drogistinnen mit einer vierjährigen und Fachfrauen Apotheke mit ihrer dreijährigen Lehre. Die Drogistinnen lernen dabei die rezeptpflichtigen Medikamente kennen und die Apothekerinnen und Fachfrauen Apotheke erweitern ihre Kompetenzen im Drogeriebereich. Seit Beginn funktioniert dieser Prozess des Aufeinander-Zugehens problemlos.»
Emily Bay, Sie werden als Verantwortliche für die Verfalldatenkontrolle tatkräftig von der Roboterin Rowa unterstützt. Wie muss man sich die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter vorstellen?
«Rowa unterstützt uns bereits bei der Wareneinlagerung, die wir entweder manuell (siehe 1 im Foto) einzeln oder in grosser Menge in den Prolog-Schacht (2) geben, wo die Packungen fotografiert werden, um so das Verfalldatum zu registrieren. Danach lagert sie jede Packung an dem für sie optimalen Lagerort ein. Haben wir in der Apotheke Bedarf an Produkten, werden diese via Förderband und Lift (3) hinauf in den Kundenraum geliefert. Nach Ladenschluss optimiert Rowa die Lagerorte selbständig und verschiebt sie nach eigenen Kriterien. Dadurch können sowohl die Lagerhaltung optimiert als auch die Qualitäts- und Verfalldatenkontrolle gewährleistet werden. Rowa ist eine willkommene zusätzliche Arbeitskraft in unserem Team. Dies bringt uns mehr Freiraum für andere wichtige Arbeiten und mehr Zeit für die Beratung unserer Kundinnen und Kunden.»