Unweit von Laupen, ein Stück weit saaneaufwärts, steht er mächtig in der Gegend: der Staudamm des Schiffenensees. Seit 1964 wird hier Wasserkraft in Strom umgewandelt; dieser deckt den Bedarf von 32’000 Haushalten. Doch um die Saane nicht austrocknen zu lassen, läuft eine kleine Turbine auch dann, wenn die Nachfrage tief ist. Was passiert mit diesem «überflüssigen Strom»? Dies fragte sich die Ökogruppe Laupen und besuchte deshalb eine dem Staudamm etwas vorgelagerte Anlage. Dort wird nämlich der Überschussstrom zur Herstellung von Wasserstoff genutzt. Der Wileroltiger Ueli Balmer war bei der Exkursion dabei und erklärt: «Zuerst wird der von der Turbine gelieferte Strom in Gleichstrom transformiert und das Wasser gereinigt. Zwei grosse Elektrolyseanlagen trennen das Wasser (H2O) mittels Gleichstrom in die Gase Wasserstoff und Sauerstoff. Unter grossem Druck wird der Wasserstoff verdichtet und anschliessend in Zylinder gepresst. Diese liegen schon auf einem Lastwagenanhänger bereit, um an eine H2-Tankstelle gebracht zu werden. Dort tanken dann hauptsächlich Lastwagen oder Busse, welche den H2 mithilfe von Brennstoffzellen in Strom zurückverwandeln und mit diesem CO2-frei fahren können.» Noch kann die Anlage den Wasserstoff nicht ganz kostendeckend herstellen. Jedoch wollen die Betreiber einen Beitrag an die Forschung leisten und Teil des Zukunftsmarktes sein. Zudem soll vermehrte Automatisierung die Kosten senken. «Die H2-Produktion ist eine gute Möglichkeit, die im Tagesverlauf sowie im Jahreszyklus schwankende Produktion von erneuerbarer Energie auszugleichen», bilanziert Balmer.
Wie Generationenwohnen gelingen kann
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