Viel mehr Aufwand als erwartet

Viel mehr Aufwand als erwartet

Der Heimverein Falkenstein ist als Besitzer der Könizer Pfadiheime Büschi und Weiermatt auch für deren Betrieb und Unterhalt verantwortlich. Er arbeitet eng mit der Abteilung Falkenstein zusammen. Beide Vereine sind personell und finanziell eng verbunden.

Das Pfadiheim Weiermatt in Köniz wurde 1988 in Betrieb genommen. Die Könizer Pfadi nutzen es rege für Samstagsaktivitäten, Weekends, Höcke, Sitzungen und «Abelager». Dort wird auch das Lagermaterial gelagert. Der Heimverein benötigt Raum für seine Unterhaltsgeräte, insbesondere auch für die Pflege des rund 5000 m² grossen Umschwungs. Teile des Heimes werden an Private und Gruppen vermietet. Besonders begehrt ist das Weiermattheim mit seinen 50 Schlafplätzen für Wochenende und Lager. In den letzten 38 Jahren wurde das Heim 1’817-mal vermietet, davon 1’551-mal für Weekends und Lager. Die intensive Nutzung stellt den Heimverein personell und finanziell vor grosse Herausforderungen. Für die Heimverwaltung werden laufend ehrenamtliche Mitarbeitende gesucht. Aufgrund der intensiven Nutzung müssen Geräte, speziell in der Küche, immer wieder ersetzt und Schäden behoben werden. Die Mieteinnahmen decken rund zwei Drittel der jährlichen Ausgaben ab. Der Rest wird durch Gönnerbeiträge und Finanzaktionen der Pfadi aufgebracht. Eine besondere Herausforderung ist die Beschaffung der notwendigen Mittel bei grösseren Vorhaben, wie es in diesem Jahr der Fall ist.

Neue Wärmepumpenanlage
Bereits vor 38 Jahren setzte sich der Heimvereinsvorstand intensiv mit der Heizungsfrage auseinander. Es durfte keine Heizung sein, bei der täglich jemand vom Heimverein einen Einsatz leisten muss. Eine Ölheizung kam aus ökologischen Gründen nicht infrage. Obwohl die BKW eine elektrische Heizung bewilligt hätte, wurden vier Wärmepumpen (WP) eingebaut. Diese waren damals noch nicht weit verbreitet, insbesondere nicht in dieser Grössenordnung. Nach 2000 häuften sich die Probleme mit den WP. 2003 wurden beim Weiermattheim in Zusammenarbeit mit Energie Schweiz eine grosse Photovoltaikanlage und eine neue, intelligent gesteuerte WP-Anlage erstellt. Seit drei Jahren verursachten einige WP immer wieder teure Reparaturen. Die Reparaturen waren nicht ganz einfach und zudem mit recht hohen Kosten verbunden. Deshalb wurde im letzten Februar die 23 Jahre alte Heizung durch eine modernere ersetzt. Da die neuen WP mehr leisten können, genügen nun zwei.

Neuer Mehrzweckraum
Wachstum führt zu Platznot. Dank der Realisation des Coraheim-Anbaus im Büschi vor zwei Jahren gibt es nun genug Platz für die Aktivitäten der Pfadi. Die erfreuliche Entwicklung der Abteilung hat jedoch auch zur Folge, dass das Pfadilagermaterial wesentlich umfangreicher ist. Deshalb fehlt speziell im Weiermattheim genügend Platz dafür. Für Reparaturen benötigen die Heimleute eine gut eingerichtete Werkstatt. Deshalb wurde vor einem Jahr dafür ein neues Raumkonzept erarbeitet und ein Anbau an das Leitendenhaus geplant. Eigentlich hätte der neue Raum Ende März bezugsfertig sein sollen. Es gab jedoch unerwartet zusätzliche Bauauflagen zu erfüllen: So musste die Wasserleitung, die unter dem Anbau verlief, mit viel Aufwand in den Hang verlegt werden. Auf einer Fläche von 36 m² mussten Sträucher entfernt werden, was die Ersatzpflanzung einer Hecke erforderlich machte. Dadurch verzögerten sich die Bauarbeiten und die Kosten stiegen. Ende gut, alles gut: Ab Mitte August kann der neue Raum eingerichtet und bezogen werden.

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