Vom Strassenwischer bis zum Bundesrat

Vom Strassenwischer bis zum Bundesrat

Während im urbanen Raum traditionelle Küche und Restaurants immer öfter Konzepten und Ketten Platz machen, florieren auf dem Land die Gaststuben auf Bauernhöfen. Jene bei Ueli Stähli seit 25 Jahren. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht.

«Zumindest, so lange es die Gesundheit ermöglicht», präzisiert er, denn am Tisch draussen an diesem sonnigen Frühlingstag wird ihm schon fast befohlen, bis 90-jährig weiterzumachen. Aus gutem Grund, denn sein Konzept eines Eventlokals, das die Gäste für Feiern aller Art bekocht, ist gefragter denn je. «Solche Landwirtschafts-Restaurationen im Nebenerwerb sind ein Erfolgsrezept. Burrens Bauernhof oder Brönnimanns Ziegenhof sind Beispiele», sagt er. Bezahlbares, regionales und bodenständiges Essen. Ein Konzept, das sich steigender Beliebtheit erfreut. Stähli ist ein Urgestein dieser Gastronomieform. Und das passt, denn er selbst gilt als Unikat. Einem jeden serviert er nicht nur wohlduftende Teller, sondern auch eine gehörige Portion Humor. A discretion. So kommt es, dass sich in «Stählis Rustica» schon manch lustige Geschichte zugetragen hat. Doch darüber schweigt man. Nur so viel: Zu den Gästen zählten auch schon Vertreter der Landesregierung. «Doch ob Bundesrat oder Strassenwischer, hier sind alle gleich und alle herzlich willkommen», unterstreicht Stähli. Noch ein Schluck «Bärner Müntschi», dann heisst es wieder, die weissen Ärmel der Kochjacke hochkrempeln, denn es haben sich im Mai etliche Gesellschaften angemeldet. 18 Jahre lang kochte Rosmarie, die Mutter der gemeinsamen fünf Kinder, gekonnt und mit Hingabe. Seit ihrer Pensionierung steht oft Daniel Augsburger mit Stähli in der Küche. Ein eingespieltes Team mit viel Hingabe.

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