«Zäme fägts ir Pfadi»

«Zäme fägts ir Pfadi»

Die Pfadi ist keine Wissenschaft, Pfadi muss man erleben. Deshalb können alle Kinder und Jugendlichen in der für sie passenden Stufe schnuppern und herausfinden, ob ihnen dieses Freizeitangebot zusagt oder nicht.

Seit der Gründung vor 77 Jahren führt die Pfadi Falkenstein immer im Frühling einen Schnuppertag durch. Auch wenn es gemeinsame Grundlagen und Ziele gibt, ist die Pfadi von Gruppe zu Gruppe, von Stufe zu Stufe und vor allem von Abteilung zu Abteilung je nach Kanton und Land verschieden. Deshalb ist Schnuppern wichtig. Nach dem ersten Pfaditag können noch einige Samstagsaktivitäten unverbindlich besucht werden. Erst danach ist ein definitiver Beitritt nötig. Seit 2015 führen über 350 Pfadiabteilungen aus der Deutsch- und Westschweiz den Schnuppertag am gleichen Samstag durch.

Ist die Pfadi noch zeitgemäss?

Ja, die Idee der Pfadi ist aktueller denn je. Sie vermittelt Kindern und Jugendlichen Kompetenzen wie Soft Skills, technische Fähigkeiten und Werte. Das Bedürfnis nach Selbständigkeit, Bewegung und Unabhängigkeit ist zeitlos und wird in der Pfadi gezielt gefördert. Kinder und Jugendliche lernen, sich in einer Gruppe zu engagieren, gemeinsam Abenteuer, Spiel und Spass zu erleben und respektvoll miteinander umzugehen. Die Pfadi bietet Freiräume in einem geschützten Rahmen, um Erfahrungen zu sammeln und sich auch austoben zu können.

Pfadi altersgerecht erleben

Die Pfadi besteht heute offiziell aus fünf Stufen: «Biber» (für Kinder von 5 bis 6 Jahren), «Wölfe» (6 bis 10 Jahre), «Pfadi» (für Jugendliche von 10 bis 15 Jahren), «Pios» oder «CoRas» (16/17 Jahre) und «Rover» (für junge Erwachsene ab 17 Jahren; zu dieser Stufe gehören auch die Leitenden der anderen vier Stufen). Diese Zuteilung ermöglicht eine altersgerechte Förderung sowie die Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Kinder und Jugendlichen. Aus organisatorischen Gründen bieten jedoch neben Falkenstein nur noch 19 weitere Abteilungen von insgesamt 50 in der Pfadi Kanton Bern alle fünf Stufen an: 28 Abteilungen haben Biber und 36 Pios. Falkenstein hat eine klare Abteilungsstruktur mit je fünf Einheiten in der Wolfs- und Pfadistufe. Alle haben ein drei- bis fünfköpfiges, motiviertes Leitungsteam. Dadurch ergibt sich für die einzelnen Kinder und Jugendlichen eine überschaubare Gruppengrösse, in der sie sich heimisch fühlen können.

Warum hat die Pfadi Werbung nötig?

Auch wenn positive Erlebnisse an den Samstagsaktivitäten und in den Lagern für den einzelnen Jugendlichen in der Pfadi das Wichtigste sind, haben die Bestandeszahlen eine langfristige Bedeutung: Jeder Kinder- und Jugendverein muss jährlich mindestens zehn Prozent neue Mitglieder gewinnen können, sonst hat er in wenigen Jahren keine Kinder und Jugendlichen mehr und die Pfadi wäre nur noch ein Verein mit Altpfadis oder Silver-Rovers. Falkenstein hat auch eine solche Gruppe mit über 120 Mitgliedern, die jedoch nicht zum Aktivbestand der Abteilung zählen. 

Stufenübertritte

14 Biber werden am Schnuppertag in die Wolfsstufe wechseln. Die älteren Wölfe werden gemäss langer Tradition von Rovern den Sandsteinfelsen im Komturenwald in der Nähe des Landorfs hinaufgezogen, wo sie in einer Gruppe der Pfadistufe aufgenommen werden. Die meisten sind vor dem Aufzug etwas aufgeregt, nachher jedoch stolz, den Felsen erfolgreich bezwungen zu haben.

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