Zweimal «Ja» und einmal «aber»

Zweimal «Ja» und einmal «aber»

Neben den nationalen und der kantonalen Vorlagen haben auch einige Berner Gemeinden kommunale Anliegen vors Volk gebracht. In Köniz geht es um den Bau einer Passerelle beim Bahnhof Niederwangen sowie um den Kauf einer Liegenschaft an der Gartenstadtstrasse. Beide Begehren des Gemeinderats hat das Volk gutgeheissen. Jedoch unterschiedlich klar.

Polizeizentrum, Bahnhof und Bauprojekte. Niederwangen ist im Umbruch. Ein wichtiges Bindeglied all dieser Projekte ist eine Passerelle als schnelle Verbindung zwischen dem Areal Juch/Hallmatt und dem öffentlichen Verkehr. Das Vorhaben kostet 12,6 Mio. Franken. Die Wichtigkeit hat das Volk anerkannt und heisst den Kredit mit 71,2 % deutlich gut.

Etwas weniger deutlich bejaht die Bevölkerung den Kauf eines Gebäudekomplexes an der Gartenstadtstrasse 1 – 5. 58,3 % sind bereit, für den Kauf 9,9 Mio. Franken zu sprechen. Der Gebäudepark kann kaum noch genutzt werden und soll deshalb entwickelt werden. Und genau daran stossen sich über 40 %. Denn, wenngleich eine Fernwärmezentrale gebaut werden soll und mögliche Arbeitsplätze für die Gemeindeverwaltung gute Gründe für ein Verwaltungszentrum sind, so bedeuten all die Vorhaben, dass hohe Kosten auf die Gemeinde zukommen könnten. Bei bereits ansehnlicher Schuldenlast von über 400 Mio. Franken. Die Gemeinde will deshalb Arbeitsplätze ansiedeln, aber ein Blick in die gegenwärtige Immobiliensituation in Köniz zeigt auch, dass es reichlich freie Gewerbeflächen gibt. Doch für all das bleibt nun Zeit und Planung. Vorerst sichert sich Köniz den Gebäudekomplex.

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