Abbau oder Anpassung?

Abbau oder Anpassung?

Da waren's nur noch Partnerfilialen: Die Post sieht sich gezwungen, bis 2028 weitere 170 Filialen «umzuwandeln». In unserer Region betroffen sind Kehrsatz, Liebefeld und Neuenegg.

Ab 2028 soll das schweizweite Filialnetz des gelben Riesen anstatt aus heute noch 765 nur noch aus rund 600 eigenen Poststellen bestehen. Sie werden ergänzt durch bis dahin insgesamt 1400 «Filialen mit Partnern»; das sind Agenturen, die Postgeschäfte zum Beispiel in Dorfläden anbieten. Der Grund: Die Zahl der Einzahlungen am Schalter, das klassische Schaltergeschäft sowie die Zahl der am Schalter aufgegebenen Briefe seien massiv zurückgegangen, so eine Medienmitteilung von Ende Oktober. «Die Gemeinde Kehrsatz bedauert den Entscheid der Post sehr, die Filiale im Dorf zu schliessen bzw. umzuwandeln», kommentiert der Gemeinderat. Jedoch sei «ein gewisses Verständnis für die betriebswirtschaftliche Situation» da. Im Hinblick auf eine Anschlusslösung hofft der Gemeinderat insbesondere auf das Projekt Kehrsatz-Mitte, eine geplante Überbauung in Bahnhofnähe. Die Gemeinde Köniz verweist auf bald anstehende Gespräche. Der Gemeinderat werde sich für eine «gute Lösung» im Liebefeld einsetzen. Auch die Gemeinde Neuenegg kann noch nichts versprechen. Anstelle des Partnermodells käme auch ein Hausservice in Frage. Insbesondere für das Gewerbe werde aber nach einer «zusätzlichen Nachfolgelösung» gesucht. Die Post indes verspricht, die Grundversorgung weiterhin sicherstellen zu können. Aktuell erreichten, so die Medienstelle, 96,7 % der Bevölkerung innerhalb von 20 Minuten eine Poststelle oder Agentur zu Fuss oder per öV. Ab 2028 sollen es immer noch 96,4 % sein – gesetzlich vorgegeben sind 90 % der Bevölkerung.

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