Farbtupfer der Lebendigkeit

Farbtupfer der Lebendigkeit

Wenn etwas nicht so einfach wie angedacht umzusetzen ist, dann kann man den Kopf in den Waldboden stecken oder aber man schaut mutig nach vorne und wagt etwas. Letzteres hat im Dorfzentrum schon fast Programm, bis hin zum Dorfplatz.

Mit einem Augenzwinkern sei festgestellt: Bäume hat es genug in Schwarzenburg. Mindestens tausend, seit man diese anlässlich des runden Geburtstags der Gemeinde gepflanzt hat. Drei davon zieren demnächst den Dorfplatz. Ohne aber dass sie in den Boden wurzeln. Drei grosse Töpfe sollen den Platz zwischen Dorfbach sowie der Verzweigung Schmiedgasse und Dorfstrasse zieren. «Planerisch war ein grosser Baum mit einem Brunnen angedacht», weiss Gemeindepräsident Urs Rohrbach. Doch in diesen begrenzten Platzverhältnissen kommt auch unter Tage viel zusammen. Nämlich an Leitungen. Einen Baum zu pflanzen hätte bedeutet, alle Leitungen umlegen zu müssen. Gleiches hätte ein Brunnen verlangt. Das wäre teuer und kaum im Verhältnis gestanden. Also stehen künftig drei Bäume in Töpfen vor Ort, umrahmt von Sitzgelegenheiten. Eine Begegnungszone, wie sie etwa auch am Bläuacker in Köniz entstanden ist. Rohrbach spricht dabei von einem «Pilot». Ein Versuch mit mobilen Einheiten, wie ihn die Städte mehr und mehr umsetzen. Manch einer mag dabei die Nase rümpfen und den ländlichen Anstrich vermissen, andere mögen sich einen Ruck geben, am 14. Juni zwischen 9 und 14 Uhr vorbeigehen und selbst in Augenschein nehmen, was entstanden ist. Vom Lindenareal bis zum Dorfplatz: Es ist architektonisch eine schwierige Aufgabe, historische Lücken zu füllen. Zwischen historischem Gedächtnis und Zukunftsfähigkeit. Und daraus entsteht so oder so ein Farbtupfer der Lebendigkeit.

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