Floorball Köniz steht im Playoff-Halbfinal

Floorball Köniz steht im Playoff-Halbfinal

Wenn das letzte Spiel von Floorball Köniz der Saison 2022/23 in der Unihockey-Meisterschaft abgepfiffen wird, bedeutet dies gleichzeitig das Ende der Karriere eines Spielers, der während vielen Jahren zu den herausragendsten Persönlichkeiten in dieser Sportart zählte. Köniz-Goalie Patrick Eder tritt zurück.

50 Länderspiele, zwei Meistertitel, vier Erfolge im Supercup und ein Cupsieg stehen im Palmarès des 32-Jährigen, der im Nationalteam während vielen Jahren zusammen mit Pascal Meier ein ebenso gut harmonierendes wie starkes Goalie-Duo bildete. Nachdem Floorball Köniz in dieser Saison bereits den Cup und den Supercup gewonnen hat, wollen die Teamkameraden dem scheidenden Keeper ein besonderes Abschiedsgeschenk machen: Qualifikation für den Superfinal am 15. April und mit einem Sieg im Endspiel den Gewinn des seltenen Triples. Dafür sind vorerst in der Best-of-Seven-Serie vier Siege im Halbfinal gegen Rychenberg Winterthur oder Alligator Malans notwendig. (Der Gegner war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht bekannt.)

Tigers zeigten die Krallen

«Wir mussten im Viertelfinal gegen die Tigers Langnau wie erwartet hart kämpfen», blickt Patrick Eder auf das Kantonsrivalen-Duell zurück, in dem die Könizer erst im sechsten Anlauf den notwendigen vierten Erfolg unter Dach und Fach brachten. «Der Gegner war bissig und verlangte uns alles ab, entsprechend benötigten wir auch eine Verlängerung für das Weiterkommen», so Eder. Und in dieser brauchte es wie schon so oft einen Geniestreich Jan Zauggs. Der Stürmer, der zwischenzeitlich während zwei Saisons in der schwedischen Superligan SSL für Mullsjö AIS auflief, zählt zu den zehn weltbesten Unihockey-Spielern. So war es denn auch wenig überraschend, dass der Klassemann für die Entscheidung sorgte. «Jan schnappte sich in der Verlängerung den Ball, lief in seiner unnachahmlichen Art über das ganze Feld und servierte Simon Jirebeck perfekt zum Siegestor», sagt Goalie Patrick Eder, der zum besten Spieler des Teams gewählt wurde.

Eder: Stütze der Mannschaft

In den vergangen sieben Jahren hütete Eder das Tor der Könizer und führte diese von Erfolg zu Erfolg. Keiner kann die Meriten des Manns mit der Maske besser beurteilen als Samuel Thut, einst selbst Goalie bei Floorball Köniz und Eders Goalietrainer. «Seit seiner Rückkehr ist er eine der ganz wichtigen Stützen der Mannschaft. Dank seiner taktischen und strategischen Denkweise geht sein Einflussbereich weit über den Torraum hinaus. Er ist ein äusserst intelligenter Torhüter und Perfektionist. Dies ermöglichte ihm, seine Technik über die Jahre bis aufs Letzte zu optimieren. Mit seinem Rücktritt verliert das Schweizer Unihockey einen grossen Torhüter und eine aussergewöhnliche Persönlichkeit.» Über so viel Lob aus berufenem Mund freut sich Eder. «Samuel Thut ist für mich eine wichtige Bezugsperson, umso schöner sind für mich seine Worte.»

Kommt der Rücktritt zu früh?

Im Sommer wird Eder 33 Jahre alt, für einen Goalie viel zu früh für einen Rücktritt. Diesen Schritt hat er sich jedoch nicht leicht gemacht. In körperlicher Hinsicht hätte ein Weitermachen keine Probleme bedeutet, doch nach langem Überlegen entschied sich der Strahlemann, wie er von seinen Kollegen genannt wird, doch anders. «Entweder ich mache noch zwei Jahre bis zur nächsten Weltmeisterschaft weiter oder ich höre auf. Hätte ich mich fürs Weitermachen entschieden, wäre eine Reduktion des Arbeitspensums unumgänglich gewesen, weil ich noch einmal mehr in den Sport investiert hätte. Die Belastung für Nationalspieler ist riesig. Während der Saison gibt es vielleicht zwei freie Wochenenden, mehr Freizeit bleibt da nicht.»

Die Liga ist enger geworden

Dominierten in den letzten Jahren mit Köniz, GC und Wiler-Ersigen mehrheitlich die drei gleichen Teams die Meisterschaft, wurde es in dieser Saison bedeutend schwieriger. Unter den Top-Acht konnte kein Gegner auf die leichte Schulter genommen werden. Patrick Eder: «Die Liga ist enger, ausgeglichener geworden. Aber spielen wir gut, dominieren wir jeden Gegner. Das gibt uns auch für den Halbfinal ein gutes Gefühl. Es ist eine Frage der Konsequenz. Ziehen wir unser Spiel 60 Minuten lang durch, sind wir erfolgreich.»

Wie weiter im Köniz-Tor?

In der Torhüter-Ausbildung hat Köniz eine Vorreiterrolle. Es wird konsequent mit allen Goalies trainiert, in der U19-Nationalmannschaft kommen die Keeper seit Jahren immer aus Köniz, und in der ersten Mannschaft hat Daniel Münger schon einige Male bewiesen, dass er sehr stark ist und Eder gut vertritt. «Es wird keine Lücke entstehen – auch in der Nationalmannschaft mache ich mir keine Sorgen», sagt Patrick Eder. 

Teilen Sie diesen Bereich

Beitrag:
«Floorball Köniz steht im Playoff-Halbfinal»

Die meistgelesenen Artikel

Kontakt

Datenupload

Der einfachste Weg uns Ihre Daten zu senden!

Werbeberatung

Schritt 1 von 2