Integration zwischen Körben

Integration zwischen Körben

Mitte April lernten Kinder und Jugendliche viel über Basketball. Und lebten fast beiläufig vor, wie Integration funktionieren kann. Dahinter stecken eine langjährige Könizer Lehrerin und ihr Verein.

Bälle, Körbe, Würfe: Die zweite Frühlingsferienwoche verbrachten rund 60 Kinder und Jugendliche aus Köniz, Bern und der weiteren Region im «Hoop Camp» in den Turnhallen Lerbermatt. Das Besondere daran: Mit dabei waren drei asylsuchende Mädchen, acht Jungen aus dem nahen Bundesasylzentrum Bern, darunter 7 unbegleitete minderjährige Asylsuchende. «Ich bin selbst ein Integrationskind», erzählt die gebürtige Polin Ania Sobiechowska vor Ort. Die ehemalige Spielerin von u. a. BC Femina Bern ist in Köniz keine Unbekannte. Sie war jahrelang Lehrerin im Liebefeld und setzte sich für mehr Basketball im Schulsport ein. Das Konzept ihres in Köniz beheimateten Vereins «United Game Changers» ist klar: Integrative Basketballcamps, erschwinglich für alle. Mit dabei ist auch der Förderverein «Together Sports». Ein Team aus Fachleuten Betreuung Kinder leitet das Camp, zusammen mit jungen Berner Basketballspielern aus der höchsten Liga, teils gar Nationalspielern. Ukrainer spielen gemeinsam mit Schweizerinnen, asylsuchende Teenager werfen hiesigen Kindern auch ohne Deutschkenntnisse mühelos Pässe zu. Beim gemeinsamen Mittagessen plaudern sie rege in diversen Sprachen miteinander. Daniel Roth, Vater zweier Teilnehmender und Basketball-Coach für Kinder in Hünibach, äussert sich begeistert: «Das Training mit diesen lokalen Top-Athleten ist fantastisch. Dass einkommensschwache Familien und Asylsuchende auch einen Platz erhalten, ist gelebte Integration.»

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