Anfang Juli informiert Ammann Andreas Freiburghaus den Generalrat an dessen erster Sitzung der neuen Legislatur über die Finanzlage. Der Gemeinderat habe sich intensiv damit beschäftigt und Sparmöglichkeiten geprüft. Die Gemeinde muss ihre jährlichen Ausgaben um 700’000 Franken senken. Grund dafür ist die deutliche Ablehnung einer Steuererhöhung Ende April. Als Sofortmassnahme besetzt der Gemeinderat die vakante 80%-Stelle im Werkhof vorerst nicht. Dadurch können die Mitarbeitenden manche Arbeiten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr ausführen. Mit weiteren Massnahmen können bis 2031 jährlich zwischen 450’000 und 720’000 Franken eingespart werden. «Das Massnahmenpaket soll das Budget 2027 und die Planjahre 2028-31 entlasten», so Freiburghaus. Während der Fokus auf dem Werterhalt und der Weiterentwicklung bleibt, werde vieles auf der Zeitachse verschoben – oder ganz gestrichen. Generalrat Bruno Boschung (die Mitte) kritisiert im Anschluss die Kommunikation des Gemeinderats bezüglich der Sparmassnahmen. «Es scheint, als ob man den Leuten zeigen wolle, dass man sie plagt, weil sie die Steuern nicht erhöhen wollen. Das finde ich unprofessionell.» Inzwischen hat die Finanzkommission sämtliche Unterlagen zu den Sparplänen erhalten. Anfang Oktober will der Gemeinderat vertiefter informieren. Freiburghaus betont: «Wir wollen transparent aufzeigen, was wir zur Stabilisierung der Gemeindefinanzen vorhaben.»