Von allen für alle

Von allen für alle

Nach Jahren ohne offizielle Bundesfeier lädt am 1. August ein breit abgestütztes Organisationskomitee auf den Wahlernhügel – mit Musik, Kinderprogramm, Festrede und historischem Postauto.

«Den 1. August feiert man am 1. August – nicht am 31. Juli», sagt Gemeindepräsident Urs Rohrbach lachend. Genau dieses Verständnis steckt hinter der Neuauflage der Schwarzenburger Bundesfeier. Nachdem diese vor Jahren verschwand, kehrt sie nun an jenen Ort zurück, der lange Zeit namensgebend für die Gemeinde war: Wahlern. Früher gehörte das Bachfest mit Jungbürgerfeier zu den sommerlichen Höhepunkten des Dorflebens. Mit seinem Verschwinden ging auch die Bundesfeier verloren. Der Wunsch nach einer feierlichen Bundesfeier am 1. August blieb jedoch bestehen. 2025 organisierte die Kirchgemeinde anlässlich des Jubiläumsjahrs eine Bundesfeier auf dem Kirchhofareal Wahlern – mit grossem Erfolg. Die Gemeinde schrieb die Organisation deshalb öffentlich aus und stellte dafür Geld ins Budget. «Findet sich niemand, machen wir halt nichts», sagt Rohrbach. Doch es kam erfreulich anders: Es fanden sich gleich mehrere Interessierte. Die Musikgesellschaft Albligen, die Spielgemeinschaft Schwarzenburg-Niederscherli, die Ortsparteien (Grüne, SVP, SP und SLM) sowie der Feuerwehrverein und Sportclub Lanzenhäusern ziehen gemeinsam am gleichen Strick. Fast ein Abbild der ganzen Dorfgemeinschaft. Das Programm bietet eine klassische Bundesfeier mit einer Festrede des Journalisten Urs Gilgen (aufgewachsen in Schwarzenburg), Musik, Kinderprogramm, Lampionumzug, Festwirtschaft und – sofern die Witterung es zulässt – einem Höhenfeuer. Ein besonderes Highlight ist der Shuttle auf den Wahlernhügel: das ehemalige Postauto aus dem Jahr 1941. Für Rohrbach ist klar: Eine Bundesfeier lebt vom Miteinander. Wahlern sei ein Ort, an dem Gemeinschaft entstehe. Genau darum soll es am Nationalfeiertag wieder gehen. Von allen, für alle.

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