Kein Autowaschen, keine Rasenbewässerung, kein Auffüllen von Pools: Die Einschränkungen während der trockenen Juniwochen verdeutlichen, dass Trinkwasser keine Selbstverständlichkeit ist. Am 29. Juni gab der Gemeinderat zwar bekannt, dass die am 19. Juni verfügten Massnahmen aufgehoben wurden. Doch die Lage bleibt nicht nur aufgrund des ausbleibenden Regens angespannt. An der Generalratssitzung vom 24. Juni informierten Syndic Markus Mauron und Bauvorsteher Jean Loeffler, dass das Grundwasserpumpwerk Lettiswil wohl längerfristig ausfällt. «Die festgestellten Chlorothalonilwerte überstiegen die Grenzwerte um das Sechsfache», erklärte Mauron. Die äusserst langlebigen Abbauprodukte des seit 2020 verbotenen Fungizid-Wirkstoffs belasten das Grundwasser vor allem in landwirtschaftlich genutzten Gebieten. «Vielleicht erholen sich die Werte, aber im Moment rechnen wir mit einem Ausfall von einem Jahr», erklärte Loeffler. Eine Reinigung käme im Gegensatz zu anderen Verschmutzungen nicht in Frage. Die Quellfassung Wolgiswil war aufgrund von Verzögerungen bei Bachverbauungen ebenfalls für einige Wochen ausgefallen. Diese Arbeiten waren nötig geworden, weil immer mehr Fremdwasser die Quelle verunreinigte. Die Thematik wird die Gemeinde auch weiter beschäftigen. «Unsere Pumpen laufen immer wieder am Anschlag», so Mauron. «Wir müssen Nadelöhre, Engpässe und Risiken vorausschauend erkennen. Denn besser wird es nicht. In den nächsten Jahren werden wir etliches Geld in die Wasserversorgung investieren müssen.»