Die Leitung von Falkenstein, der mitgliederstärksten Pfadiabteilung der Deutschschweiz, ist eine grosse Herausforderung – insbesondere für das vierköpfige AL-Team. Die Mitglieder leisten diese Arbeit neben ihrer Ausbildung und ihrem Beruf. In letzter Zeit gab es zwei Wechsel im Team: Alma Schöni (Pfadiname «Diala») gab ihr AL-Amt im August ab und Mia Gurtner (Pfadiname «Felin») Ende Jahr, da sie beide einen Auslandaufenthalt machen werden. Sie hatten das Amt nach dem Bundeslager 2022 übernommen. Ein Höhepunkt in ihrer AL-Zeit war 2024 das Jubiläum «75 Jahre Falkenstein». Im gleichen Jahr wurden zwei neue Einheiten gegründet: die Wölfe «Yavari» und die Pfadi «Fenris».
Das aktuelle AL-Team
Die Mitglieder «Robbe» und «Juno» sind seit zwei bzw. einem Jahr im AL-Team. Die Nachfolge der beiden Zurückgetretenen sind «Yema» und «Maki». Die vier im Team sind insgesamt 56 Jahre in der Pfadi. Die beiden beantworten einige Fragen. Welches waren bisher eure schönsten Pfadi-Erlebnisse? «Viele! Am besten gefallen haben mir immer die Lager und Ausbildungskurse.» (Yema) – «Die Lager, besonders das Sommerlager 2018 und die fünf Korsika-Lager mit den Pios, dies sowohl als Teilnehmer und auch als Leiter.» (Maki) – Was hat euch an Falkenstein bisher besonders beeindruckt? «Wie unterschiedliche Menschen in der Pfadi zusammenkommen und gemeinsam Grosses auf die Beine stellen können. Die Begeisterung und Energie der Kinder und Jugendlichen sowie der unermüdliche Einsatz der Leitenden zeigen, wie wertvoll die Pfadi für die persönliche Entwicklung und das Gemeinschaftsgefühl ist.» (Yema) – «Obwohl wir eine sehr grosse Abteilung sind, ist es für mich trotzdem noch familiär.» (Maki)
Ethik in J+S-Organisationen
Ab 2026 müssen Organisationen, die Beiträge für die Durchführung von J+S-Kursen und -Lagern erhalten, neben den bisherigen, für die einzelnen J+S-Angebote geltenden Voraussetzungen zusätzlich darlegen, dass sie die Voraussetzungen einer guten Organisation und Verwaltungsführung erfüllen. Diese sind in der Sportförderungsverordnung beschrieben und im Ethik-Statut von Swiss Olympic konkretisiert. Viele dieser Forderungen erfüllt die Pfadi bereits seit Jahren, so zum Beispiel die Geschlechtervertretung: Die Fusion der Pfadfinderinnen und Pfadfinder zur Pfadibewegung Schweiz (PBS) fand 1987 statt, seither ist die Pfadi bestrebt, dass beide Geschlechter angemessen in den Leitungsorganen vertreten sind. Auf Bundes- und Kantonsebene ist das zwingend vorgeschrieben. Seit 1982 ist Falkenstein eine geschlechtsgemischte Abteilung, die von einem zwei- bis vierköpfigen Team geleitet wird. Nur vier Jahre lang hatte dieses keine weibliche Vertretung und zwei Jahre lang keine männliche.
Die Leitungsorgane von Falkenstein
Der neue «Branchenstandard» von Swiss Olympic führte dazu, dass die Abteilungen, wo nötig, ihre Statuten anpassen mussten. Dies betrifft die vereinsrechtliche Organisation sowie die Zuständigkeiten. Die Abteilungsleitung bleibt für den «Pfadi-Alltag» ein wichtiges Organ und besteht aus dem AL-Team, den Stufenleitenden und dem Kassier. Der Falkensteinrat, in dem auch Elternvertretende mitwirken, bildet den Vereinsvorstand. Neu muss Falkenstein mindestens jährlich eine Mitgliederversammlung physisch oder virtuell durchführen. Wichtig ist, dass auch nach den neu vorgeschriebenen organisatorischen Änderungen die vereinsrechtlich obersten Organe die allgemeine Aufsicht ausüben, jedoch primär die Leitenden fördern und unterstützen. Dabei soll das AL-Team in der Pfadiarbeit die volle Freiheit geniessen.