Jubiläumsluftballon legt 254 km zurück

Jubiläumsluftballon legt 254 km zurück

Am Jubiläumsanlass vom 15. September wurde auch ein Ballonwettfliegen veranstaltet – mit grossem Erfolg! Auffallend sind die Parallelen und Unterschiede zu einem gleichen Wettbewerb vor 54 Jahren beim Büschiheimfest 1965.

Mit 3 besonderen Aktivitäten beging Falkenstein das 70-Jahr-Jubiläum: Abteilungs-Sommerlager, Jubiläumsanlass und Unterhaltungsabend mit Rückblicken in der Aula Blindenmoos-Schliern. 3 ganz unterschiedliche Werke erinnern nun gut sichtbar an das Jubiläum: Im Abteilungslager «Tahakando» in Plaffeien (FR) stellte jeder Pfadi-Stamm im Lagerzentrum einen Totempfahl auf. Die 4 farbigen Pfähle stehen nun am Pfadiweg in Köniz. Ein von Holzbildhauer Severin Maurer (Pfadiname «Zippo») am Jubiläumsanlass geschnitzter Falke thront auf einem Sockel am Falkensteinweg. Carlos Zwahlen («Löwe») sprayte an eine Betonwand des Weiermattheimes ein Jubi-Graffiti.

3. Falkensteiner Ballonwettfliegen
Nach dem Jubiläumsfestakt bei den Büschiheimen liessen die Pfadi 300 Ballone mit Absenderkarten fliegen. 48 Karten (16 Prozent) wurden gefunden und zurückgeschickt. Der Wind hat die meisten Ballone Richtung Luzern, Sursee und Zug fliegen lassen. Eine Karte wurde in Seeg im Allgäu (Deutschland) gefunden, womit der Ballon von Pitry-Wolf «Dexter» (Moritz Bärlocher) 254 km zurücklegte. Der Ballon von «Xelona» (Mina Collin) flog ins Turbenthal im Bezirk Winterthur (ZH) und erreichte den 2. Platz. Die beiden erhielten einen Geschenkgutschein von «HAJK» («Scout & Sport», dem Outdoor-Ausrüster der Pfadi).

«Wie der Zufall so spielt…»
So beginnt ein Begleitschreiben zur im Oberaargau gefundenen Ballonkarte. «In den Jahren 1971 bis 1976 war ich selber bei den Pfadi Falkenstein in Köniz. Wir haben damals die Meute Tschakala gegründet. Sei dem Herbst 1977 bin ich hier in Madiswil an der Volksschule als Lehrerin tätig und denke gerne an diese schöne Zeit zurück. Falkenstein hat mein Leben entscheidend geprägt! Wir besitzen einen Landwirtschaftsbetrieb. Eine unserer Helferinnen hat in unserem Maisfeld diesen Ballonzettel gefunden, ich habe mich riesig gefreut! Franziska Seiler-König (‹Matka›).» Die Familie König war jahrelang eine engagierte «Falkensteiner Pfadifamilie»: «Matkas» Eltern wirkten aktiv in der Büschi-Heimverwaltung mit, ihre Geschwister hatten auch Pfadileitungsfunktionen, ihr Schwager Markus Burkhard-König («Till») war von 1978 bis 1980 Abteilungsleiter von Falkenstein.

Frühere Falkensteiner Ballonwettfliegen
Im Rahmen des Heimfestes 1965 verkauften die Könizer Pfadi an 3 Samstagen Luftballone mit Antwortkarten – es war im Gegensatz zu 2019 eine Finanzaktion für die Pfadiheime. Die Siegerpreise waren damals viel lukrativer als dieses Jahr: Alpen-, Thunersee- und Stadtrundflüge. Gesamthaft starteten rund 300 Ballone und es wurden ebenfalls 48 Karten von den Findern retourniert. 6 Ballone wurden in Italien gefunden, u. a. in Morro d’Alba bei Ancona (Distanz 660 km), Ferrara (390 km) und Piacenza (275 km). Offenbar ahnten die Organisatoren der Ballonwettfliegen im Voraus, in welche Richtung der Wind weht: 1965 waren die Ballonkarten dreisprachig abgefasst, in diesem Jahr nur deutsch.

Am Pfadifest 1989 (40 Jahre Falkenstein und Einweihung des Weiermattheimes) fand auch ein Ballonwettfliegen statt, an dem aus unbekannten Gründen die Ballone längst nicht so weit flogen oder kaum gefunden wurden.

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