Tempo 30 gilt bereits in vielen Quartieren. Vor drei Jahren verlangten 153 Bürgerinnen und Bürger mittels einer Petition die Einführung von Tempo 30 im Ortskern. Auch andere Anliegen sind hängig. Die Gemeinde gab deshalb, um eine umfassende Gesamtsicht als Grundlage für Entscheidungen zu haben, der Metron Bern AG einen Bericht in Auftrag. Dieser stellt für den Ortskern von Riggisberg eine «hohe Verkehrsbelastung» fest. Zudem teilen die beiden Kantonsstrassen mit Tempo 50 den Ortskern «und mindern die Aufenthaltsqualität». Eine Verkehrsberuhigung könne sich verbindend und belebend auf das Dorfzentrum auswirken. Weitere Erkenntnisse sind teilweise fehlende Trottoirs, Lärmbelastung und zu verbessernde Schulwegsicherheit. Die Autorinnen und Autoren nennen zudem eine «auffällige Häufung» von Unfällen auf der Kantonsstrasse, zum Beispiel zwischen Rüti und Plötsch. Die stellen fest, dass viele Unfälle mutmasslich mit Tempo 30 vermieden werden könnten oder dass sie milder ausfallen würden. Sie empfehlen den Verantwortlichen, in allen drei Ortsteilen ein möglichst logisches, selbsterklärendes Geschwindigkeitsregime anzustreben. Dabei unterschieden sie verkehrsorientierte und nicht verkehrsorientierte Strassen. Auf ersteren empfiehlt der Bericht innerorts Tempo 50 als Normalfall, auf den anderen Tempo 30. Würden Hauptverkehrsstrassen Tempo 30 erhalten, sollten sie weiterhin vortrittsberechtigt sein und Fussgängerstreifen aufweisen können. Die Gemeinde schreibt: «Wann und in welchem Umfang einzelne Massnahmen weiterverfolgt oder realisiert werden, ist zum heutigen Zeitpunkt noch offen.»