Ein Leben für die Kunst

Ein Leben für die Kunst

Künstler Jürg U. Ernst ist im Februar im Alter von 76 Jahren verstorben. Als Fotograf, Betonplastiker und Kulturvermittler prägte er die Region massgeblich.

Bis zum Jahr 2000 widmete er sich der künstlerischen Fotografie, bevor er sich ganz der Plastik zuwandte. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seinen von 2000 bis 2015 betriebenen Gnomengarten. Nach dessen Schliessung aufgrund gesundheitlicher Folgen eines Hirnschlags wurden zehn Skulpturen und Skulpturengruppen gerettet.

Seit Oktober 2017 führt der Gnomenweg als Skulpturenrundgang durch das Dorf Schwarzenburg. Der Kunstverein Schwarzenburg betreut den Weg und sichert den Erhalt der Werke. Die Route startet bei der Infotafel am Bahnhof und dauert 60 bis 80 Minuten. Der Weg verbindet kulturelle Bildung mit lokaler Identität und zieht weiterhin Besucher an. Die Figuren tragen titelgebende Namen wie «Sterngucker» oder «Wahrheitssänger» und regen zur Reflexion an. Die Initiative zur Umwandlung des privaten Gartens in einen öffentlichen Weg ging von der Gemeinde und engagierten Bürgern aus. Damit wurde ein nachhaltiges Kulturangebot geschaffen, das über den Tod des Künstlers hinaus Bestand hat.

Das Lebenswerk von Jürg U. Ernst bleibt somit im öffentlichen Raum sichtbar und erfahrbar. Zusätzlich dokumentiert «Narrenbühl», ein essayistischer Film seiner Tochter, der Filmemacherin Miriam Ernst, sein Schaffen für die Nachwelt. Jürg U. Ernsts Werke bleiben als zeitlose Zeugen menschlicher Kreativität erhalten. 

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