«Am besten vergessen Sie alles, was war, und lassen sich auf eine Reise ein.» Mit diesen Worten eröffnet Gemeindepräsidentin Marlise Gerteis den Informationsabend zur Ortsplanungsrevision. In der bis zum letzten Platz gefüllten Aula – es ist der erste solch grosse Anlass im Neubau – erläutert Raumplaner Bernhard Leder die wichtigsten Instrumente der Ortsplanung. Es sei trockenes Planwerk, konstatiert er. «Aber es definiert, wo gewohnt, wo gearbeitet und welche Freizeitnutzung möglich wird.» Die letzte solche Planung stellte die Gemeinde 2010 fertig – eine Ortsplanung sollte jedoch alle 10 bis 15 Jahre überarbeitet werden. Zeit, die «OP 25–30» anzugehen. Die Gemeinde Neuenegg, gemäss kantonalem Raumkonzept ein «Zentrum 4. Stufe», sei gewachsen, besonders entlang der Verkehrsachsen. Die neue Ortsplanung will dem Rechnung tragen, eine räumliche Innenentwicklung ermöglichen und den Bedarf der kommenden 15 Jahre abdecken. Nach einer ersten Konzeptphase folgt in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres die Richtplanung. Nächstes Jahr geht es um die Nutzungsplanung, bevor als letzte Phase das Planerlassverfahren abschliesst – wenigstens fast: Rechtskräftig sein dürfte die neue OP erst 2030. «Die Möglichkeit zur Einflussnahme ist zu Beginn am grössten», betont Leder. Deshalb werde die Gemeinde ein Bevölkerungsforum und eine Mitwirkung durchführen. Während der Fragerunde zeigt sich, dass in der Bevölkerung durchaus Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen vorhanden sind – also alles, was trockene Materie lebendig macht.
Wie Generationenwohnen gelingen kann
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